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Autor Thema: Körpergefühl entwickeln?!  (Gelesen 6189 mal)
admin
Gast
« am: 08. September 2006, 10:32:58 »

Hallo ihr Lieben,

wie ihr wisst, bin ich noch nicht so lange beim Steptanz dabei (ein Forum zu erstellen ist jedenfalls einfacher).  Lächelnd

Jedenfalls fühle ich mich zur Zeit als absoluter Bewegungslegastheniker:

Selbst wenn ich verstanden habe, was unser Trainer verlangt - ich also theoretisch eine Idee davon habe, wie die Bewegung ausgeführt werden sollte - kommt das nicht in meinen Beinen an. Es ist zum Heulen. Nun bin ich nicht grade die zierlichste Person und somit sieht mein unbeholfenes rumgehopse natürlich doppelt so bescheuert aus, was mich wohl zusätzlich verunsichert. Zudem kann ich die Übungen oftmals nicht in dem geforderten Tempo durchführen.

Ich habe früher mehrere Jahre Kung Fu gemacht und weiß, dass ich hier auch oft Probleme hatte. Da sagte der "Meister" immer, einfach machen, irgendwann klappt es und er hatte Recht.

Aber diesmal ist es irgendwie anders .. ich WILL ja steppen lernen, mir gefällt die Gruppe sehr gut und die Tanzschulatmosphäre ist sehr gemütlich und der Lehrer genau richtig. Aber wenn ich mich selbst weiter verunsichere, wird das nix.

Nun hat mir Barry - unser Trainer - gesagt, ich könne ja z.B. 1-2x im Ballett mitmachen .. um das Körpergefühl besser in den Griff zu bekommen. Aber ich denke - obwohl der Rat gut gemeint ist - ist das nicht mein Ding.

Habt ihr Ideen für Übungen, die das Gefühl verbessern!?

Ich denke mal, ich werde - wenn ich zuhause übe - meine alten Kung Fu-Übungen wieder aktivieren. Vielleicht bringt das was.

So. Leid geklagt .. schluss für heute! ;-)


Lieben Gruß
Sandra
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Monika
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« Antworten #1 am: 08. September 2006, 18:26:57 »

Liebe Sandra,

ich kann Dich sehr gut verstehen und es Dir auch wirklich nachfühlen. Ich habe 20 Jahre unterrichtet und ich weiß ganz genau, daß es fast jedem Tänzer am Anfang so gegangen ist. Es gibt ganz wenige wirklich Ausnahmetalente, die alles gleich im Kopf, bzw. in den Beinen haben, die den Stock und den Hut richtig führen, die auch noch lächeln und immer zum richtigen Takt an der richtigen Stelle sind. Wie gesagt, das sind Ausnahmen.

Also mach Dich nicht verrückt. Auch bin bin fast 1,80 lang und habe damit immer so meine Probleme. Nie paßt die Länge der Hose, oder die Armellänge hört kurz nach dem Ellenbogen auf und vieles mehr. Aber tanzen kann ich und es sieht verdammt gut aus und bei Dir bestimmt auch. Schau nicht immer in den Spiegel, schau nicht immer nach unten auf Deine Füße sonder nach vorne, freu Dich an der Musik und Du wirst sehen, irgendwann geht es wie von selbst.

Tanzen ist eine Körperkunst die nur mit viel Training zur Meisterschaft führt. Selbst wenn wir da nicht hinwollen, wir wollen gut sein und zeigen, was wir können. Es sollte immer leichter aussehen als es ist. Also, vertaue einfach Deinem Kopf, Deinem Körper und Deiner Lust am Tanzen.

Viele Grüße
Monika
« Letzte Änderung: 08. September 2006, 18:30:32 von Monika » Gespeichert

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« Antworten #2 am: 08. September 2006, 20:04:22 »

Hi Sandra!
Ich kann nur sagen, dass es bei mir am Anfang ein riesen Durcheinander war, als ich angefangen habe mit dem Steppen.
Meine Trainerin sagt immer "egal was die Füße machen, es muss so aussehen als wäre es genau das, was du tun willst" d.h. bloß nicht anmerken lassen, wenn man etwas Falsches macht - ein Zuschauer weiß eh nicht ob es jetzt falsch oder richtig ist! Und so lange es im Training falsch ist - wen stört es denn? Einfach tanzen - darum geht es ja... Es soll Spass machen - und das soll man sehen Grinsend!

Zu Hause üben ist natürlich gut, keine Ahnung ob du das dann alleine machst. Aber versuchs doch mal mit jemandem aus deiner Gruppe - dann machts gleich noch viel mehr Spass und er/sie kann dir evtl noch etwas helfen.
Ansonsten kann ich nur sagen - einfach tanzen, irgendwann machen die Füße genau das, was du willst Zwinkernd mir passiert es heute immer noch, das sich ab und zu mal nicht mitkomme im Training, aber ich lass mich deswegen nicht frustrieren - einfach tanzen, darum gehts^^ und wenn mans immer wieder probiert und Spass an der Sache hat, dann klappt es auf jeden Fall!!
Ich denke, wenn du die Kung Fu-Übungen wieder anfängst, kann das auf keinen Fall schaden, ich würd's mal probieren - vllt hilft es ja wirklich^^
Liebe Grüße, Sandra
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admin
Gast
« Antworten #3 am: 12. September 2006, 11:50:25 »

Danke für eure Tipps und Aufmunterungen!

Gestern hatte ich wieder Unterricht und bin mal wieder einigen Blockaden erlegen. Fühle mich langsam wie Prv. Paula von "Full Metal Jacket": Du willst es schaffen, bekommst es aber nicht hin. Dabei macht es mir wirklich Spaß!

Jedenfalls habe ich auf der Heimfahrt mal versucht zu analysieren, wo meine Blockaden sitzen:

1) Der Step ist in meinem Kopf, theoretisch verstanden.
2) Langsam - also seeehr langsam - ausgeführt, komm ich dem geforderten Step schon nah oder bekomme ihn sogar schon hin.
3) Dann führen wir den Step nach Musik aus und in den meisten Fällen überfordert mich das Tempo.

Bei Punkt 3 setzt dann die Blockade ein. Selbst wenn ich es nun langsam vormachen soll, gehts einfach nicht mehr.
Für meinen Lehrer muss es dann wie Trotz aussehen, wenn ich ich bei der Musik einfach hinten stehen bleibe, was aber nicht der Fall ist. Ich komme in der Geschwindigkeit "nicht mal eben rein".

Im Kung Fu und beim Saxen arbeite ich immer nach der Devise: Gaaaaanz langsam anfangen und dann steigern. Frei nach dem Motto: Das Tempo kommt von allein. Im Step klappt das nicht, da das Tempo - zumindest für mich - oft einfach zu schnell ist.

Lösung?

Rein theoretisch müsste ich in der Geschwindigkeit versuchen "Teilbewegungen" mitzumachen. Keine Ahnung ob das klappt. Aber ehrlich gesagt: Was nützt mir ein hohes Tempo, in dem ich den Step falsch ausführe?! Da trainiere ich doch nicht ordentlich, oder? Da versuch ich dann auf biegen und brechen mitzuhalten, ohne auf eine ordentliche Ausführung zu achten.

Na ja. Mal schauen. Aufgeben werde ich jedenfalls nicht so schnell.  Grinsend



Lieben Gruß
Sandra
« Letzte Änderung: 12. September 2006, 11:53:20 von Sandra » Gespeichert
jaydee
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« Antworten #4 am: 12. September 2006, 15:31:23 »

hi@all,

tja das mit dem körpergefühl ist immer so ne sache. grundsätzlich ist natürlich ballett ideal, da man da die isolierten körper(-teil)bewegungen gezielt trainiert. aber es geht auch mit jeder anderen tanzart (jazz, modern). und ganz richtig auch mit allen asiatischen kampfsportarten sowie -ich weiss garnicht wie mans schreibt- Tai Chi. Habe mir sagen lassen, dass auch yoga funktioniert *g* hätte den positiven nebeneffekt, dass es auch blockaden löst.  Zwinkernd
schritte im kopf und nicht in den beinen kenn ich... *seufz* habe aber gute erfahrungen damit gemacht, dass ich mich auf den klangrythmus konzentriert habe und ohne musik, nur mit metronom stufe für stufe schneller geübt habe.
ich wünsch dir viel erfolg, lass dich nicht entmutigen, der knoten platzt auf ein mal!!!

cu  Lächelnd
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« Antworten #5 am: 13. September 2006, 23:20:09 »

Hi!
solange dein Trainer weiß, dass du es können WILLST wird er auch nicht denken, dass das Trotz ist, wenn du stehst - schließlich ist er Trainer und du bist bestimmt nicht die erste, der es so geht Zwinkernd
ich kann nur noch sagen: entweder du versuchst es, wie gesagt, erst ganz langsam und steigerst das tempo immer ein wenig...
oder, so mache ich es oft wenn cih mit einem schritt nicht weiter komm:
wenn ihr zb immer auf 8 zählt und du weißt was 1 und 2 sind (keine ahnung zb step & shuffle) dann machst du immer bei eins und zwei mit... hältst an und zählst im kopf weiter (3, 4, 5, 6, 7, Cool und setzt bei 1 und 2 wieder mit step und shuffle ein... wenn du dir dann bei den beiden schritten ganz sicher bist schaust du was bei 3 kommt... angenommen wieder step - dann machst du einfach *step shuffle step 4, 5, 6, 7, 8*
ich weiß das klingt jetzt vllt etwas merkwürdig, immer nur an einer bestimmten stelle mittanzen und für den rest des taktes dastehen... aber mir hilft es wirklich!! einfach schrittweise den ganzen takt "aufbauen" den so kannst du wirkich die ersten schritte machen, bis du dir da sicher bist und bei den anderen schauen was als nächstes kommt und dann selbst immer einen schritt dazusetzen...

vielleicht hilft es dir ja ein bisschen^^ ich hoffe es...
viel erfolg!!! *daumen drück*
liebe grüße, sandra
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« Antworten #6 am: 14. September 2006, 17:47:42 »

...
oder, so mache ich es oft wenn cih mit einem schritt nicht weiter komm:
wenn ihr zb immer auf 8 zählt und du weißt was 1 und 2 sind (keine ahnung zb step & shuffle) dann machst du immer bei eins und zwei mit... hältst an und zählst im kopf weiter (3, 4, 5, 6, 7, Cool und setzt bei 1 und 2 wieder mit step und shuffle ein... wenn du dir dann bei den beiden schritten ganz sicher bist schaust du was bei 3 kommt... angenommen wieder step - dann machst du einfach *step shuffle step 4, 5, 6, 7, 8*
ich weiß das klingt jetzt vllt etwas merkwürdig, immer nur an einer bestimmten stelle mittanzen und für den rest des taktes dastehen... aber mir hilft es wirklich!!
...

Hi Sandra.

Nein, das ist gar nicht merkwürdig. Als ich mich mit meinem Sax im Orchester versucht habe, sollte ich dort genau SO mitspielen. Immer nur die erste Note eines Taktes! Mal schauen ..

Lieben Gruß
Sandra
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Monika
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« Antworten #7 am: 15. September 2006, 20:29:36 »

Hallo Sandra,

nochmals zu Deinen "Blockaden". Ich denke mir, Du denkst einfach zu viel. Mach die Augen zu, hör auf die Musik, fühl den Rhythmus und dann fang einfach an mit ganz einfachen Movements. So nach und nach, Du wirst es erleben, wird es klappen. Erzwingen kann man nicht. Aber Du hast vollkommen Recht, die Geschwindigkeit kommt von ganz alleine.

Entdecke die Langsamkeit, step by step zum Erfolg. I'll hold my fingers crossed for you.

Monika
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« Antworten #8 am: 06. Oktober 2006, 17:54:20 »

Hi Sandra^^
wollte mal fragen, wie es jetzt aussieht, obs inzwischen etwas besser klappt Smiley
würd mich freuen für dich Zwinkernd
liebe grüße, sandra
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Anne
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« Antworten #9 am: 10. Oktober 2006, 13:20:01 »

Hallo Sandra,

das hier:
1) Der Step ist in meinem Kopf, theoretisch verstanden.
2) Langsam - also seeehr langsam - ausgeführt, komm ich dem geforderten Step schon nah oder bekomme ihn sogar schon hin.
3) Dann führen wir den Step nach Musik aus und in den meisten Fällen überfordert mich das Tempo.

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kommt mir verdammt bekannt vor und es wird mir wohl wieder passieren, wenn ich wieder steppen geh (egal wo).

Da hilft aber nur: dranbleiben. Wenn ein Schritt nicht geht, dann wenigstens den Rest der Choreographie mitmachen. Und zu Hause dann (in Strümpfen auf dem Teppich) alles in Ruhe nochmal durchgehen.

Ganz hinten stehen ist nicht die Lösung, aber wenn Du einen guten Lehrer hast, wird er eh eingreifen und noch mal mit Dir üben, während der Rest der Gruppe allein weitertanzt ...

LG
Anne
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« Antworten #10 am: 12. Oktober 2006, 13:40:45 »

Hallo Anne,

ja, mein Lehrer ist gut und hat mich auch schon rausgegriffen. Das fand ich ok. Ich denke mal, ich sollte auch einfach selbst öfter den Mund aufmachen und nachfragen...

Lieben Gruß
Sandra
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« Antworten #11 am: 17. Oktober 2006, 13:56:21 »

Alloha,

gestern war ich wieder steppen und was soll ich sagen .. wie immer das gleiche Problem, totale Blockade.
Ich sollte einer neuen einen Schrittwechsel erklären und das ging gar nicht. Zwar bin ich einigermaßen mitgekommen, aber erklären war net drin.

Später haben wir einen lustigen Step eingeübt, immer zu zweit: Shuffle - Hop - Step - Step .. hört sich halt an wie ein Soldatenmarsch.
Im Kopf also total easy und logisch.

Aber ich habs net auf die Reihe bekommen. Kaum war ich zuhause, gings.
Das gibts doch nicht, oder?!

Ich meine, ich bin wahrlich nicht auf den Mund gefallen, das Steppen macht mir Spaß, aber irgendwie bekomme ich es in der Stunde net hin.
Zur Zeit frage ich mich, ob das wirklich was mit Körpergefühl zu tun hat oder ich schüchtern werde, wenn ich zu zweit, allein oder so etwas vormachen muss. Oder es ist eine Mischung aus allem? Zum Beispiel vermassel ich häufig den Rhytmus.. Verrückt. Eigentlich entspricht das nicht meiner Natur .. na ja. Sehr seltsam. Im Kung Fu war der Anfang damals auch schwer für mich, aber die Techniken waren x-Mal komplizierter als z.Z. die Steptanzschritte ..

Na ja. Schauma mal.

Lieben Gruß
Sandra
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« Antworten #12 am: 17. Oktober 2006, 15:01:09 »

hi sandra,
lass diesen schritt einfach mal drei monate ruhen. ignorier ihn. du hast einfach einen knoten zwischen hirn und füssen. der geht von allein weg. wenn man besonders will, geht garnix. splitte den schritt an sinnvollen stellen tanze z.b. bei 8 beats in einer stunde beat 1+2 dann nur 3+4 etc. lass die andern konsequent weg. und irgendwann machst du ihn automatisch komplett!
bleib locker und cool, du schaffst es!  Cool

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« Antworten #13 am: 17. Oktober 2006, 19:05:18 »

Kann mich jaydee nur anschließen.
Das menschliche Gehirn ist lernfähig, aber drängeln läßt es sich nur ungern.

Gruß
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nikolaus
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« Antworten #14 am: 06. Dezember 2006, 10:34:46 »

Bewegungslegastheniker?

Witzige Bezeichnung. Aber ich denke gerade beim Steptanz sind die ersten Schritte schwer. Das sieht immer so leicht und lässig aus, ist aber knüppelharte Arbeit. Ich habe mich irgendwann in diesen Tanz verliebt, dabei habe ich Tanzen in der Tanzschule gehasst und war auch nicht besonders talentiert  Zwinkernd. Aber Steppen ist anders. Dafür brennt man. Das ist ein bisschen wie Liebe. Ich denke, man darf sich nur nicht so mit den eigenen Ansprüchen unter Druck setzen. Es soll doch Spaß machen. Schick' deine kritischen Gedanken doch in den Urlaub  Lächelnd. Du bist bestimmt besser als du denkst...




Das Feuer von Sizilien
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