Katrin Lehmann lebt und arbeitet in Berlin, unterhält eine eigene
Webseite und nutzt auch
MySpace. Über letzteres bin ich auf sie aufmerksam geworden und Katrin hat sich im Januar 2009 freundlicherweise zu einem Interview bereit erklärt.
1. Wo und wann bist Du geboren?Ich bin am 25.07.1970 in Berlin geboren.
2. Welchen Beruf übst Du derzeit aus?Ich bin Steptänzerin, Step- und Jazztanzlehrerin.
3. Welche Rolle hat Tanzen in Deinem Leben gespielt, bevor Du zum Steptanz kamst?Als ich vorher im Turnverein war hat eine Vertretungslehrerin einmal Musik mitgebracht. Da war ich ganz erstaunt, was die Musik mit mir macht. Mein Körper hat sich von ganz allein bewegt.
4. Wann bist Du zum Steptanz gekommen? Gab es einen speziellen Auslöser?Im Alter von 13 Jahren habe ich eine Steptänzerin live sehen dürfen; da war es um mich geschehen. Ich habe mich sofort in der nächsten Tanzschule angemeldet.
5. Bei wem hast Du Steptanz gelernt?Die ersten Jahren habe ich bei einem Franzosen in Berlin gelernt: Olivier Pascalin. Dann bei Morris Perry, der selber Schüler von Carnell Lyons war.
6. Gibt es sonst noch Personen, die Dich in dieser Hinsicht geprägt haben? Oh ja.
Tobias Tak (London), Pascal Hulin, Andreas Dänel und einige mehr.
7. Was bedeutet Dir der Steptanz heute?Steptanz ist und bleibt mein Leben. Immer wieder entdecke ich meine Liebe zum Rhythmus und
zur Musik neu. Diese Vielfalt die Steptanz bietet ist toll.
8. Du unterrichtest selbst Steptanz. Was hat Dich dazu motiviert, selbst als LehrerIn tätig zu werden?Die Motivation war schon früh da. Ich wurde oft von anderen Schülern nach den Schritten der letzten Woche gefragt und habe sie dann gern gezeigt. Mein damaliger Lehrer Morris hat mir dann die Möglichkeit gegeben, das warm-up zu machen und als er verletzt war habe ich dann letztlich alle Kurse für ihn unterrichtet.
Auf diesem Wege ein dickes Dankeschön an Morris Perry!
9. Hast Du einen speziellen Trainerlehrgang absolviert?Nein, habe ich nicht.
10. Wo unterrichtest Du und wann? Gibt es regelmäßige Kurse?Ich unterrichte in der Musikschule Berlin-Pankow, in der Jugendeinrichtung Spirale, in der Ufa-Fabrik und
im Tanzstudio Vivace. Das kann sich aber alles auch mal wieder ändern. Anfragen nehme ich gern entgegen.
Meinen nächsten Workshop gebe ich bei Sebastian Weber in Leipzig in der Schule
Flugfisch.
11. Was sollten Interessenten an Deinem Kurs / Deinen Kursen auf jeden Fall mitbringen?Sie sollten die Lust zu tanzen und die Lust Musik zu machen mitbringen; das, was Steptanz ausmacht.
12. Bildest Du Dich selbst noch weiter?Immer wieder gern! Bald wird Guillem Allonso in der Stadt sein und ich freue mich schon darauf, ihn kennenzulernen.
13. Nimmst Du an Wettbewerben teil?Nein.
14. Nehmen Schüler von Dir an Wettbewerben teil?Bisher nicht.
15. Du führst eine Auftrittsgruppe. Wo kann man Euch tanzen sehen?Durch meinen kleinen Sohn Florian bin ich ziemlich eingespannt, sodaß die "Tap Art Connection" zur Zeit leider nicht probt.
16. Bist Du Mitglied in einem Dachverband?Nein.
17. Wie schätzt Du die Zukunft des Steptanzes ein?Die Entwicklung des Steptanzes bleibt nicht stehen. In unserer multikuturellen Gesellschaft erfährt auch der Steptanz
immer wieder neue Einflüsse. Und das finde ich toll! Ich bin mir ganz sicher, das wir noch einige Neuerungen erwarten dürfen.
18. Was sind Deine eigenen Ziele für die Zukunft?Ich mache zur Zeit bei zwei verschiedenen Projekten mit.
Zum einen tanze ich in dem Steptanz-Ensemble von Sebastian Weber, das heißt TAP ROYAL. Wir sind sechs TänzerInnen
und haben uns bereits ein beachtliches Repertoire angeeignet. Die Dreharbeiten und Fotos sind gemacht und in Kürze
sind wir dann auch online (
www.tap-royal.de). Mit einem Kopf wie Sebastian Weber haben wir Spaß und sind künstlerisch
anspruchsvoll. Das gefällt mir sehr und ich denke, das wird unserem Publikum genauso gehen.
Das zweite Projekt heißt "Drumania" und besteht aus 3 Trommlern und 2 Tänzerinnen. Da kommt der Rhythmus alles andere als zu kurz. Da wird ordentlich getrommelt und natürlich viel gesteppt. Auch hier werden wir die Zuschauer wach halten!
Vielen Dank für das Interview!