Sylvie Daguet ist eine französische Steptanz- und Instrumentalkünstlerin, die in verschiedenen Projekten mitwirkt.
Auf
ihrer Myspace-Seite und
ihrer Homepage (Achtung: kein Englisch!) kann man mehr über ihre Projekte erfahren.
1. Wann und wo wurdest Du geboren?Im März 1972 in Le Mans, Frankreich.
2. Welchen Beruf übst Du zur Zeit aus?Ich arbeite als Schlagzeugerin, Schauspielerin und Steptänzerin.
3. Welche Rolle hat das Tanzen in Deinem Leben gespielt, bevor Du zum Steptanz kamst?Als Jugendliche hatte ich Unterricht in Modern und Jazz Dance. Das hat mir sehr gefallen, obwohl ich noch lieber Musik gemacht habe.
4. Wann hast Du mit dem Steptanz angefangen? Gab es einen bestimmten Auslöser?Ich war etwa 19 oder 20 Jahre alt, als ich mit dem Schlagzeug pausieren mußte, weil ich in einer sehr kleinen Wohnung wohnte ... ich habe zu dem Zeitpunkt auch nicht getanzt, leider. Mein Freund war Jazzmusiker und stellte mich meinem zukünftigen Steptanzlehrer vor. Ich hatte erst das Gefühl, diese Musicals und diesen alten Stil nicht ertragen zu können ... und dann fiel mir auf, daß ich damit Tanzen und Trommeln verbinden, praktisch beides zur selben Zeit machen konnte. Mir wurde klar, daß Steptanz eine Möglichkeit ist, Musizieren und Tanzen miteinander zu verbinden, daß es mehr ist als diese veralteten Musicals ... daß man Steptanz zu jeder Art von Musik betreiben konnte.
5. Wer war damals Dein Lehrer oder Deine Lehrerin?Das war Agnès Vitour, Tanzlehrerin in Le Mans.
6. Wer hat Dich außerdem beeinflußt?Meinen ersten "Profikurs" hatte ich bei Max Pollak, der vom Ansatz her wie ein Schlagzeuger arbeitet, was mir sehr gut gefallen hat und mir immer noch gefällt.
7. Was bedeutet Dir der Steptanz heute?Ich mag die Tatsache, daß es etwas ungewöhnliches ist, daß man die Leute damit immer verblüffen kann. Das beste daran ist jedoch, daß ich dabei Musik spüren und spielen kann unter Einsatz meines ganzen Körpers.
8. Bietest Du Kurse oder Workshops an?Ich unterrichte Steptanz in 3 Tanzschulen in Le Mans und Umgebung.
Seit kurzem habe ich auch eine Showgruppe mit 20 Tänzern (den motiviertesten Teilnehmern meiner Kurse), mit denen ich eine eineinhalbstündige Show zeige: PESTàCLAQ. "Pestacle" ist eine kindersprachliche Übersetzung des französischen Begriffs "spectacle" (Show) und "Clag" steht als Abkürzung für "claquettes", das französische Wort für Steptanz.
9. Hast Du einen speziellen Trainerlehrgang besucht?Nein, leider überhaupt nicht.
10. Was sollten Interessenten zu Deinen Kursen mitbringen?Eine fröhliche, heitere Lebenseinstellung.
11. Hast Du andere Interessen, was den Tanz betrifft?Nein, eigentlich nicht.
Ich interessiere mich sonst nur für Schlaginstrumente: Trommeln, Schlagzeug und Xylophon.
12. Bildest Du Dich selbst noch weiter?Ich nehme drei- oder viermal pro Jahr an Master Classes teil, etwa bei Max Pollak, Leela Petronio, Heather Cornell, Fabrice Martin, Fabien Ruiz, Victor Cuno, Sharon Lavi ... in Rennes mit "Tap Breizh", in Châteauroux (Frankreich), in Griechenland ...
13. Nimmst Du an Wettbewerben teil oder hast dies schon mal getan?Nein, ich mag keine Wettbewerbe. Ich ziehe musikalische und technische Weiterbildung vor.
14. Wie schätzt Du die Zukunft des Steptanzes ein?Jedesmal, wenn ich mit meinen Stepschuhen auf der Bühne stehe, sage ich mir: "Los geht's, zeigen wir einigen weiteren Leuten, was Steptanz ist!" Diese Idee ist mir sehr wichtig. Ich will auch zeigen, daß es etwas modernes ist. Ich benutze Klangeffekte beim Steppen und bin stets bestrebt, verschiedene Arten von Musik zu zeigen, zu zeigen, daß Steptanz ein eigenes Musikinstrument ist, eine Möglichkeit, alle Arten von Musik vorzustellen, nicht nur eine Kopie von Fred Astaire.
15. Welche Ziele hast Du für die Zukunft?Üben, üben, üben!
16. Gibt es ein Lied oder ein Musikstück, zu dem Du gern einmal tanzen würdest?Ich würde gern mehr Bodypercussion machen.
Vielen Dank für das Interview!